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Chorsinfonisches Konzert 2011

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Der Männergesangverein Langenbernsdorf e. V., Bäckergesangverein 1904 Crimmitschau e. V., Georgius-Agricola-Chor Glauchau e. V., Männerchor Glauchau-Rothenbach e. V., Männerchor Seelingstädt e. V. und die Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach unter der Leitung unseres Liedermeisters Michael Pauser am 22.10.2011 in Glauchau.

 

 

 

Das Programm

Das Programm können Sie sich hier ansehen

 

 

Die Mitwirkenden

Am Konzert mitgewirkt haben 100 Sänger aus 5 Männerchören

Männergesangverein Langenbernsdorf e. V. (Veranstalter)

Bäckergesangverein 1904 Crimmitschau e. V.

Georgius-Agricola-Chor Glauchau e. V.

Männerchor Glauchau-Rothenbach e. V.

Männerchor Seelingstädt e. V.

eine professionelle Sopranistin

Andrea Chudak

als Orchester die

Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach

unter der musikalischen Leitung unseres Liedermeisters

Michael Pauser

Moderiert wurde das Konzert von

Hannah Lütkenhöner

Schirmherr war der

Sächsische Staatsminister der Justiz und für Europa Dr. Jürgen Martens

 

 

Grußwort des Schirmherren

„Wenn du unter Freunden bist, singe nicht allein, sondern im Chor.“
Afrikanisches Sprichwort

 

 

 


Mit dem Chorgesang pflegen Sie eine schöne klassische Tradition, die über Generationen hinweg Menschen begeistern kann. Im Chor bildet sich eine Gemeinschaft, in der jede einzelne Stimme Gewicht trägt, und gemeinsam erklingen sie zu einem stimmgewaltigen Gesang.

Der gemeinsame Gesang kann auch als Sinnbild unserer gesellschaftlichen Aufgaben verstanden werden. Wie wir in verschiedenen Besetzungen mal forte und mal piano, mal legato und mal staccato singen, so sollte es sich doch immer zu einer harmonischen Melo-die zusammenfügen.

Das Begehen des 140-jährigen Jubiläums Ihres Männergesangvereines Langenbernsdorf e. V. ist das beste Beispiel dafür, wie lange diese wunderbare Tradition schon in unserer Region verbreitet ist. Zusammen mit den befreundeten Vereinen aus Crimmitschau, Seelingstädt und Glauchau begehen wir diesen Jahrestag in Form eines chorsinfonischen Konzertes.

 

Zu diesem Jubiläum gratuliere ich Ihnen recht herzlich!

 

Ihr
Dr. Jürgen Martens
Sächsischer Staatsminister der Justiz und für Europa

 

 

Zur Idee des Konzertes

Zu Beginn des Jahres 2009 wurde in Langenbernsdorf bereits darüber nachgedacht, welchen musikalischen Höhepunkt man im Jubiläumsjahr 2011 veranstalten könnte. Doch dank vieler mutiger Ideen, entschlossener Schritte und hilfsbereiter Partner wurde daraus ein Großprojekt, welches nach zweieinhalb Jahren Planung und einem dreiviertel Jahr Probenarbeit die anfänglichen Ideen nichtig erscheinen lässt. 100 Sänger aus fünf sächsischen und thüringischen Laienchören haben sich zusammengeschlossen um gemeinsam mit der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach sowie der Sopranistin Andrea Chudak an einem einmaligen Konzerterlebnis teilzuhaben und gleichzeitig zu ihren eigenen Wurzeln zurückzukehren.

In vielen Dörfern und Städten gründete sich im Laufe des 19. Jahrhunderts ein Männerchor. Schnell wurden diese Gesangvereine der Bauern und Handwerker neben einer Institution zur Pflege des deutschen Liedgutes zu einem wichtigen gesellschaftlichen Treffpunkt. Die Mitgliederlisten lassen sich bald als ein Kaleidoskop der deutschen Gesellschaft lesen, finden sich doch neben den bereits erwähnten Bauern und Handwerkern auch Lehrer, Ärzte und sogar hohe Beamte. Dies spiegelte sich schnell in der Kunstmusik wider, indem von den Komponisten des 19. Jahrhunderts in vielen Opern ein Männerchor integriert wurde. Spätestens mit Carl Maria von Webers Freischütz begann auch der gegenteilige Effekt zu wirken: Die Opernchöre, die oft trotz (oder gerade wegen) ihrer formalen Schlichtheit einen erheblichen Kunstwert aufweisen, wurden von den Gesangvereinen vielfach rezipiert. Damit trugen sie natürlich in einer Zeit ohne Radio und CD-Player zur enormem Verbreitung dieser „Opernhighlights“, wie man heute sagen würde, und damit unweigerlich zur Verbreitung der ganzen Oper bei. Geschwächt durch die beiden Weltkriege, in denen die Aktivität der Chöre gänzlich zum Erliegen kam und einer anschließenden Politisierung des Chorwesens durch die DDR-Diktatur hatten es im Gegensatz zu den gemischten Chören die Männerchöre nach 1990 schwer, sich wieder einen anerkannten Platz im kulturellen Leben der Dörfer und Städte zurück zu verschaffen. Die Überalterung trägt bis heute ihr Übriges bei. Um die Tradition zu wahren, finden jährlich einige Sängertreffen in unserer Region statt, doch ein Abbild dessen zu schaffen, was im 19. Jahrhundert eine Selbstverständlichkeit war, blieb bis zu unserem Konzert im Raum Glauchau-Crimmitschau-Werdau unerreicht: Ein Konzert eines Massenchores bestehend aus einzelnen Männerchören mit einem regional ansässigen Orchester, bei dem neben Männerchorkompositionen auch Opernchöre, Arien sowie reine Orchesterwerke zu hören waren.

Durch das Wissen über die Tradition unserer Vorfahren und die nicht immer positiven Prognosen zur Zukunft der Männerchöre unserer Region sind mit diesem Konzert folgende Ziele verfolgt worden:

  • Wiederbelebung des kulturellen Erbes und Freude an dieser Konzertform
  • Pflege eines Repertoires, welches untrennbar mit der Männerchortradition des 19. Jahrhunderts verbunden ist
  • Gewinnung von Nachwuchs in den Chören sowohl während der Probenphase als auch durch die Eindrücke des Konzertes
  • Aufmerksamkeit für die Bedeutung des regionalen Männerchorwesens durch überregionale Zusammenarbeit

Dass diese Ziele im Interesse des regionalen (Männer-)Chorwesens verfolgt wurden, zeigte die Tatsache, dass sich fünf Chöre mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen ein Jahr lang aneinander gebunden haben, um gemeinsam dieses Konzert zu ermöglichen. Zusätzliche Proben und weite Fahrwege wurden genauso wenig gescheut wie die Zurückstellung eigener Projekte. Die Teilnahme an sieben Gesamtproben in Langenbernsdorf, Crimmitschau, Glauchau und Reichenbach zeigt, wie engagiert die Sänger der teilnehmenden Männerchöre sind und welches Potential umgesetzt werden kann, wenn die nötigen Voraussetzungen gegeben sind. Neben den eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten scheitern aber zunehmend viele Chorprojekte am Mitgliederschwund. Oft werden die klischeebehafteten Männerchöre vorverurteilt; Außenstehende wissen aber meist gar nicht, wie lebendig und hilfreich eine Chorgemeinschaft sein kann. Prägend für diese Gemeinschaft ist nämlich die Unterschiedlichkeit ihrer Mitglieder. Ob promovierter Physiker, Lehrer, Malermeister, Schmied, Abteilungsleiter oder einfacher Angestellter, in unseren Chören begegnet man sich auf Augenhöhe. Politische Meinungen, die Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften, Bildungsstand und besonders das Alter spielen im Chor keine Rolle. Jeder kann von jedem profitieren. Also profitieren auch Sie – egal ob als Zuhörer unserer Konzerte, als finanzieller Unterstützer der Gesangvereine oder bestenfalls als neuer Sänger. Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 
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