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Heimatliedprojekt mit der Grundschule Langenbernsdorf

 

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Der Männergesangverein Langenbernsdorf e. V. hat sich der Bewahrung des örtlichen Kulturgutes verschrieben. An oberster Stelle steht dabei das Langenbernsdorfer Heimatlied von Wolfgang Liebold. Erstmals besuchten wir die Kinder der beiden 4. Klassen der Langenbernsdorfer Grundschule aus diesem Grund im Jahr 2010. Neben Ortschronistin Inge Jentsch sprach unser Liedermeister Michael Pauser über das Leben Wolfgang Liebolds und die sechs Strophen des Liedes.

Nach dem großen Erfolg im ersten Jahr findet der Projektunterricht mit den Schülern der beiden vierten Klassen der Langenbernsdorfer Grundschule nun jährlich statt. Im Jahr 2011 brachten bspw. zwei Schülerinnen sogar ihre Instrumente mit. So konnte das Langenbernsdorfer Heimatlied nicht nur gesungen, sondern auch im Ensemble (Blockflöte, Horn und Klavier) musiziert werden. Nachdem den Kindern vom Leben Wolfgang Liebolds berichtet worden war, wurden alle sechs Strophen des Liedes geübt. Anschließend stellten sich die Kinder mit zu den Sängern des Chores und sangen mit diesen noch einmal das komplette Langenbernsdorfer Heimatlied. Dieses intensive Training war auch nötig, denn schon am nächsten Tag sollte es zur ersten öffentlichen Darbietung der Schüler kommen. Doch damit nicht genug. Zum 2. Frühlingskonzert des Männergesangvereines Langenbernsdorf e. V. stand ebenfalls Liebolds Lied auf dem Programm und die Grundschüler unterstützten den Chor tatkräftig. Durch die Anwesenheit der Tochter der Verlobten Wolfgang Liebolds war dies sicherlich der emotionale Höhepunkt des Frühlingskonzertes am 2. April 2011.

Ein herzlicher Dank gilt Frau Pansa und Frau Forster von der Langenbernsdorfer Grundschule für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des Heimatliedprojektes.

 

Bilder

Heimatliedprojekt 2011.

 

Heimatliedprojekt 2011.

 

Wolfgang Liebold

  • geboren am 28.02.1926
  • 1932 bis 1940 Besuch der Unteren Schule in Langenbernsdorf
  • 1940 Besuch der Handelsschule in Werdau
  • 1941 nach vorgezogenem Abschluss der Lehrzeit selbstständiger Versandleiter in einer Werdauer Textilfabrik
  • 1941 Musterung und Eignungsprüfung bei der Luftwaffe
  • 1942 Einzug zum Kriegsdienst
  • 1943Verwundung und Aufenthalt im Lazarett Schneeberg
  • gefallen im Kampf um Groß-Trakehnen am 20.10.1944

 

Das Langenbernsdorfer Heimatlied

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1.

 

 

 

Wenn du wanderst durch Westsachsen,

wo die Industrie sich staut,

kommst du auch nach Langenbernsdorf,

das dein Auge froh erschaut.

Schmucke Häuser, stolze Güter

grüßen aus dem Tal herauf.

Zwischen grünen Bäumen, Sträuchern,

folgen sie des Baches Lauf.

 

 

 

 

2.

 

 

 

 

Drin im Dorf, dem einsam stillen,

klingt schon früh der Hämmer Schlag,

hörst du schon der Sägen Singen,

wenn der Hahn begrüßt den Tag.

Sinkt am Abend dann die Sonne

rot im Westen in den Wald,

hörst du noch das Lied des Handwerks,

wie es in die Dämm’rung schallt.

 

 

Ref.

Dorf zwischen Wäldern, still und verträumt,

von Äckern und Wiesen eingesäumt.

Ringsum grüßende Hügelreih’n.

Du sollst für ewig meine Heimat sein.

Ref. Dorf zwischen...

 

 

3.

Wenn im Frühling weißer Nebel

morgens aus dem Tale steigt,

ringsumher in stiller Andacht

Wald und Flur ergriffen schweigt.

Blühen Bäume weiß und prächtig,

duftend süß im Monat Mai.

Grüß ich glücklich meine Heimat

und bekenne stolz dabei:

4.

Mit dem Sommer und der Sonne,

die vom Himmel strahlend lacht,

kommt die Erntezeit, die Arbeit,

die den Segen uns gebracht.

Goldne Ähren schwer sich neigen,

wenn der Wind darüber streicht.

Still und fleißig ist der Bauer,

der das dunkle Brot uns reicht.

 

Ref. Dorf zwischen... Ref. Dorf zwischen...

 

 

5.

Ist die Erntezeit vorüber,

sind die Felder kahl und leer,

zieht der Herbst wohl durch die Stoppeln,

pfeift der Wind darüber her.

Reife Früchte an den Bäumen,

die der Sturmwind kahl schon fegt,

denkt der Landmann schon ans Ernten,

wenn er jetzt den Samen legt.

6.

Nach des Jahres Müh’ und Arbeit,

wald- und hügeleingesäumt,

liegt im Winter uns’re Heimat,

wenn der Schnee fällt, tief verträumt.

Wenn die Festtagsglocken läuten,

Lichtschein aus den Fenstern blinkt.

In das Dämmern deutscher Weihnacht,

hör ich leis’ ein Lied, das klingt:

 

Ref. Dorf zwischen... Ref. Dorf zwischen...
 
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